Poeta doctus

Poeta doctus oder Der Dichter beim Doktor Geht ein Poet zum Docteur in die Sprachstunde:  ‹Herr Doktor, ich glaub, ich hab bei meinen blanken Fersmassen einen Versensporn bekommen.Ach, ich müsste mal wieder die Tropen sehen oder wenigstens in Rom-an-kommen.Manchmal sehe ich auch schon im Geiste bei der Poesie das P-rosa leuchten.Und aus Vers-ehen verpasste ich … Weiterlesen "Poeta doctus"

Weiterlesen

Hyperbel 2

Darf und kann im Zeitalter von ‹Hyper› und ‹Hype› ein Gedicht noch treffend übertreiben? (Die Modernität der (Kinder)Witze, in denen jedes dieser ‹Enfant-Hyperboliker› von seinem Über-Vater stetig sich steigernde unglaubliche Dinge erzählt… ‹Und mein Dad kann mit einer Hand zehn Elefanten hochheben…›-ist wohl vorbei?) Dem etymologisch-altgriechischen ‹hyperballein › – über das Ziel hinaus werfen – … Weiterlesen "Hyperbel 2"

Weiterlesen

Hyperbel 1

Diese rhetorische Figur ist Sinnbild der Hybris. Sie eignet sich insbesondere für ausgezeichnete Hyperboreer. Es handelt sich dabei um eine Über- oder Untertreibung. Die Hyperbel wird dann eingesetzt, wenn eine einfache Aussage allein nicht genügt. Sie mahnt uns, dass wir sterblich sind; insbesondere in modernen Zeiten, da jeglicher hoher Stil suspekt geworden zu sein scheint, … Weiterlesen "Hyperbel 1"

Weiterlesen

Triolett

Alles kommt wieder zurückReim und Gesichter und VersWas das Triolett uns beweist:Alles kommt wieder zurück.Kannst das Gedicht nicht vom FersSchütteln wie Staub denn es kreist:Alles kommt wieder zurückReim und Gesichte und Vers.  OF Zurück zur Glossarübersicht

Weiterlesen

Sapphische Ode

Die Hohepriesterin der Aphrodite und Feministin vor der Zeit schuf ein der deutschen Sprache schwer nachzuahmendes Versmass, das in seiner Offenheit für Rhythmus- und Akzentschwankungen (in der von Horaz geprägten Form mit drei ‹Längen› bzw. ‹Lasten› hintereinander!) zusätzlich noch durch Zäsuren vereinfacht wurde. Der bereits zur Genüge erwähnte Klopstock hatte ein sicheres Ohr für neue … Weiterlesen "Sapphische Ode"

Weiterlesen

Asklepiadische Strophe

Asklepiades lebte rund 300 Jahre nach Sappho und Alkaios auf der Insel Samos. Der erotische Epigrammatiker ist nur noch im Fragment überliefert. Wir verdanken das Wissen um seine Kunst dem römischen Dichter Horaz, der die Strophenform ins Lateinische tradiert hat. Die Strophe besteht aus zwei asklepiadischen Versen, die sich in der puren, lateinischen Version durch … Weiterlesen "Asklepiadische Strophe"

Weiterlesen

Cento

Viele Köche ver(d)erben den Brei-, könnte als sprichwörtliches Motto über diesem lyrischem Patchwork-Verfahren stehen. Als praktizierte Intertextualität würde der Herr Poststrukturalist deren kompilative Essenz bezeichnen. Was als Wort so schön klingt, muss auch schön sein- oder etwas anders ausgedrückt: Was nachher so schön fliegt/wie lange ist darauf rumgebrütet worden… (P. Rühmkorf) Eigenes Dichten funktioniert nie im … Weiterlesen "Cento"

Weiterlesen

Rap

Die Kraft der Sprache findet in einigen modernen Formen der Lyrik ihren reinsten Ausdruck. Dazu gehört der in Amerika entstanden Rap. Hier kombiniert sich das Tempo des Sprechens, der Rhythmus des Vortrags, die lautliche und prosodische Gestaltung der Sätze oder Verse ausdrucks- und wirkmächtig mit der Kraft konsequenter und kunstvoller Alliteration, mit dem Drive des … Weiterlesen "Rap"

Weiterlesen