BUCHSERIE III

PRO LYRICA VERNISSAGE BUCHSERIE III IN ZÜRICH |

DIE DRITTE STUFE DER LYRISCHEN GRUNDVERSORGUNG IM JUBILÄUMSJAHR ‹33› INS TROCKENE GEHOLT |

alle Fotos © 2021 Rolf Zöllig  CC BY-NC-ND 4.0

In der dritten Runde der ‹PRO LYRICA Grundversorgung› spielten am Freitagnachmittag, 25.6.2021, drei Frauen und zwei Männer mit. Aus ihrem schon zweiten Gedichtband ‹Schneeschmelze› las Gisela Salge ausgewählte Gedichte. Jedem Gedicht liessen Martin Kunz (Flügel) und Stefan Uhlig (Klarinette, Flöte, Schlagzeugisches u.a.) einen improvisierten musikalischen Nachklang oder Kontrapunkt folgen. Salge liess es zinnoberot mit Geranien und Mohn blühen in ihrer Lesung.

Justin Koller stellte mit ‹anfang und ende meiner spuren› ebenfalls seinen zweiten Gedichtband vor. Ihm war es wichtig, gleich zu Beginn seiner Lesung eine Richtigstellung zum Titel des neuen Buches zu platzieren: Die Gedichte entstanden alle auf Reisen durch europäische oder ans Mittelmeer angrenzende Länder; das Buch handelt also nicht von seinem Leben im allgemeinen, sondern er berichtet darin von seinen Reisespuren. Er las neben anderem ein Gedicht mit Stimmungen zu einem Quartier in Istanbul und eines zu einem Novembertag in Venedig.

Als nächstes kündigte der Moderator der Lesung, Marco Berg, Marian Marlis Vontobel an. Sie las als erstes das Gedicht, welches ihrem ersten Gedichtband auch den Namen gibt: ‹Seitenkanal›. Das Gedicht ist dem Band quasi als Motto vorangestellt: ein Kanal ohne Beton, dafür mit blühenden Ufern. Und mitten drin Gedanken, ‹von Lüften hochgehoben oder in Netzen gefangen›.

Danilo Silvestri, wenige Jahre pensioniert erst, aber der Jüngste in der Runde, las sechs seiner ‹minidramen›. Eines seiner tödlichen, aber stets mit Humor ausgehenden Kurzdramas quittierten die beiden hochprofessionellen Musiker mit einigen mitfühlenden Akkorden, abgeschlossen durch einen lustigen, bloss angetönten Dreivierteltakt – wenn man sich nur immer so über den Tod zu erheben vermöchte!

Den Schluss machte Pia Strub-Hubli. ‹looslaa› heisst der Titel ihres Gedichtbandes. Steht auf dem Cover noch ‹Gedichte›, findet sich auf der ersten Seite der so sympathische Mundart-Hinweis ‹Väärsli›. Die Autorin hat alle Gedichte ihres Bandes in ihrer usrprünglichen Ybrig-Mundart verfasst. Mit ihr drehte sich die versammelte Welt ‹e Zauberchugle […] rund um de süttig Sunnäball›.

Der lyrische Zauber drehte sich diesmal in Zürich, im Festsaal der Pfarrei St. Anton an der Neptunstrasse. Rolf Zöllig, Co-Präsident, und Josef Erdin, Sekretär, hatten eingeladen und amteten als gute Geister, um den Anlass einzuführen und abzuschliessen und um beim reichhaltigen Apéro interessante Begegnungen und Gespräche in Schwung zu bringen.

PRO LYRICA Peter Rudolf

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