Diktat

Dichten hat etwas Diktatorisches, Zwanghaftes. (Diktat ist ein Wort, das im Deutschen ab 1600 Gebrauch findet und auch – Machtspruch heissen kann.) Wer nach-schreibt (so die Bedeutung von lat. ‹Dictare›), schafft nichts Neues, er reproduziert. Wer jedoch fehlerhaft nach-schreibt, schafft Neues, er produziert. Zwischen diesen beiden Polen spielt sich Lyrik (und jegliche schriftliche Äusserung) ab. … Weiterlesen "Diktat"

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Dithyrambus

Das Ekstatische scheint in der Lyrik seit Nietzsche erloschen zu sein. Die Rambo-Form der Lyrik war, wie die Ode oder die Elegie, ursprünglich musikalisch begleitet. Es waren dies  Kultgesänge, die später in den Chorstrophen der griechischen Tragödien regelmässigen Einsatz fanden. Hier ist alles Ausdruck, Überwältigung, Hyperbel. Eine deutschsprachige Einbürgerung oder Anverwandlung hat nur in Ansätzen … Weiterlesen "Dithyrambus"

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Dichtung

Unter der Dichtung versteht man meist ganz allgemein ein Sprachkunstwerk. Der Begriff wird im gehobenen Sinne für Literatur, Lyrik oder Poesie gebraucht. Die Dichtung oder Dichtkunst hat einen interessanten Stammbaum. ‹Dichten› war vom Wortsinn her im Germanischen ursprünglich mit ‹Ordnen› oder ‹Schmücken› verbunden, hat aber dann den Sinn des lateinischen ‹Diktats› aufgesogen. Es geht demnach … Weiterlesen "Dichtung"

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