Warum in nicht mehr gendere

AB SOFORT KEINE *INNEN UND AUTORENDEN MEHR! |

liebe, lieber

seit ich kürzlich im DAS MAGAZIN nr. 20 vom 22. mai 2021, ab seite 22, den artikel von Nele Pollatschek ‹Warum sind wir so besessen von Genitalien? Oder: Wieso Gendern die Diskriminierung nur noch schlimmer macht.› gelesen habe, ist diese, von mir in den letzten jahren praktizierte, politisch korrekt erscheinende, mühsam eingeübte sprech- und schreibweise ordentlich ins wanken geraten. Nelle Pollatschek leitet ihren artikel mit den worten ein:

«Vor einigen Wochen unterhielt ich mich mit einem Journalistenkollegen und sagte: ‹Ich, als Schriftsteller…› Der Journalist unterbrach mich: ‹SchriftstellerIN›. Da fiel es mir wieder ein. Ich bin ja kein Schriftsteller, ich bin ja eine Frau. So ist es vielleicht nicht gemeint, aber so fühlt es sich an.»

nach gut nachvollziehbaren feststellungen, vergleichen und argumenten, endet der artikel auf seite 25 wie folgt:

«In einer Welt, in der innerhalb weniger Jahrzehnte aus «Fräuleins» «Frauen» wurden, können aus Frauen noch immer Menschen werden. Menschen, die Bücher schreiben, wir nennen sie dann Schriftsteller, Menschen die wählen, wir nennen sie dann Bürger, Menschen die regieren, wir nennen sie dann Kanzler oder Bundesrat, Menschen, die zu Gast sind, wir nennen sie dann Gäste. In dieser Welt würde ich sehr gerne leben.» 

ich schliesse mich gerne dem wunsch des autors an. und nicht vergessen: den ganzen artikel lesen. unbedingt, erweckend. ganz hegrü Rolf Zöllig

1 response to "Warum in nicht mehr gendere"

  1. Von: Sonja Crone Erstellt am: 07/06/2021

    Ich habe mich nie ausgegrenzt gefühlt, wenn das generische „Maskulin“ verwendet wurde und finde es auch eher schade auf das Frausein reduziert zu werden; Menschsein ist mir da viel lieber. Danke, lieber Rolf für die Empfehlung des Artikels.

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