Feuilleton

Gedicht ohne Fesseln

DAS GEDICHT HAT SEINE FESSELN ABGELEGT, NUN IRRT ES ZIELLOS UMHER | FABIAN SCHWITTER, NZZ | Der Leipziger Philosoph und Germanist, Fabian Schwitter, liefert in seinem Artikel vom 22. Mai 2021 in der NZZ einige bedenkenswerte Hinweise zum gängigen Poesiestreit, ob der grosszügige Verzicht auf Reim und Metrum im heutigen Gedicht, als sogenannte ungebundene Lyrik, wirklich für jeden modernen Poeten einem echten Befreiungungsschlag gleichkommt. Portiert die ungebundene Form nur noch unverbindlichen ‹ästhetizistisches Glasperlen-Elitismus› – keine wirklich ‹sedimentierte Inhalte› mehr? Den ganzen Artikel lesen. PRO LYRICA Josef Erdin

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LITERATURPORT.DE

Plattform im deutschsprachigen Raum für die Vernetzung von Schriftstellern und zur Literaturvermittlung | PRO LYRICA LY VUONG | Die Plattform im deutschsprachigen Raum Literaturport.de besteht seit 2006 und richtet sich sowohl an Autoren, als auch an Literaturinteressierte. Auf der Webseite findet man Autorenlexikon, Veranstaltungen, Preis- und Stipendienausschreibungen, Literaturzeitschriften und Multimediales. Aktuell gibt es z.B. Einen Wettbewerb «Das poetische Stacheltier» 2021Vorgabe: Stachlige Gedichte – überraschend, verfremdend, grotesk, knurrig, spitzig. NICHT nett, schön, harmonisch oder zu Herzen gehend.Weitere Details

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Warum in nicht mehr gendere

AB SOFORT KEINE *INNEN UND AUTORENDEN MEHR! | liebe, lieber seit ich kürzlich im DAS MAGAZIN nr. 20 vom 22. mai 2021, ab seite 22, den artikel von Nele Pollatschek ‹Warum sind wir so besessen von Genitalien? Oder: Wieso Gendern die Diskriminierung nur noch schlimmer macht.› gelesen habe, ist diese, von mir in den letzten jahren praktizierte, politisch korrekt erscheinende, mühsam eingeübte sprech- und schreibweise ordentlich ins wanken geraten. Nelle Pollatschek leitet ihren artikel mit den worten ein: «Vor einigen Wochen unterhielt ich mich mit einem Journalistenkollegen und sagte: ‹Ich, als Schriftsteller…› Der Journalist unterbrach mich: ‹SchriftstellerIN›. Da fiel es

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Zwischensichtung | 22.02.2021

NEUE GEDICHTE IM PRO LYRICA ONLINE FORUM | Ly Vuong | Letztes Jahr: Beim ersten Lockdown tat’s noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr. Wie reagiert Lyrik auf einen Virus? Gibt es Immunreaktionen? Denken, Betrachten, Beschreiben, Lieben, Hoffen – sind das die Grundinstinkte des Menschseins? Vielleicht. Möchten Sie widersprechen? Möglich. Warum trennen wir das Sein in Kategorien? Lesen Sie 14 Interpretationen zu 14 ausgewählten Gedichten im Zeitraum von zwei Monaten (Januar bis Februar 2021) aus dem Online-Gedichteforum von PRO LYRICA und bilden Sie sich selbst eine Meinung. Justin Koller setzt seinen Sinnspruch ‹Das Unsagbare soll zur Sprache finden›

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Lyrik Lockdown

DIE LYRIK LÄUFT DEM LOCKDOWN DAVON | CORONA-LITERATUR MUSS NICHT NAIV UND BELIEBIG SEIN: WAS BLEIBT VON DER POETIK DER PANDEMIE? Marion Panizzon, Der Bund, Montag 25. Mai 2020, Seite 8, Meinungen, Tribüne  Als «Corona-Literatur» wurde das Literaturschaffen in der Covid-19-Pandemie von Kritikern etikettiert. Prosa und Lyrik würden ungefiltert konsumiert und genauso ungehemmt produziert. Es gibt Stimmen im deutschsprachigen Raum, die den Corona-Gedichten, -Aphorismen oder -Kurzgeschichten jeglichen literarischen Wert absprechen. Weder ist die in der Pandemie entstandene Poesie naiv, noch sind deren Lesende regrediert. Im Gegenteil, vieles deutet darauf hin, dass die Lyrik des Lockdown erstaunliche Perspektivenwechsel zustande bringt. Natürlich

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Lyrik in den Zeiten des Corona

Zwischensichtung des eigens dazu eingerichteten Online-Austausch-FORUMS | VON THOMAS HAKER | Seit Montag dem 25. März ist das PRO LYRICA FORUM in wiederauferstandener Form online in Betrieb. Es dient dem Austausch von Gedichten und Gedanken auf Distanz. Über dreissig Schreibende haben sich bislang mit etwa hundertfünfzig Gedichten und Tagebucheinträgen beteiligt; neu sich auch in Form von Kommentaren zu eigenen oder fremden Einträgen eingebracht. Ich habe Thomas Haker angefragt, ob er eine persönliche Auswahl der bislang eingegangenen Gedichte zu Händen dieser Website erstellen möchte. Thomas Haker hat nicht gezögert, sofort zugesagt und mir nachfolgende Zeilen übermittelt. Vielen Dank Thomas!  ZOE Wie verhält sich Lyrik, wenn

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Gedichte werden das Klima retten

Verse sind umweltfreundlich, sie heben die Stimmung und sind nachhaltig. Eigentlich spricht in unseren Tagen alles dafür, sich häufiger in Gedichten zu verlieren Man kann seine Zeit auf viele Arten vertun. Die einen verdienen Geld, das andere beidhändig zum Fenster hinauswerfen. Einer sammelt Briefmarken aus Grönland, ein Zweiter schaut den Vögeln nach, während eine Dritte schliesslich eine vergleichende Sozialstudie über die ersten beiden schreibt. Am Ende des Tages sinken sie alle erschöpft ins Bett. Haben sie die Zeit vergeudet? Vehement würden sie es bestreiten. Indessen hätten sie noch einiges zu lernen in der Kunst der Zeitverschwendung, deren Königsdisziplin das Lesen

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Rhythmicalizer

Rhythmicalizer: Die Prosodie eigenrhythmischer Gedichte Ein Grossteil der Gedichte, die der modernen und postmodernen Lyrik zugeschrieben werden, weisen weder einen Reim noch ein festes Metrum auf, wie es in klassischen Gedichten der Fall ist. Dennoch sind die freien Verse der modernen Poesie nicht frei von rhythmischen Strukturen. Dies behauptet zumindest die US-amerikanische Theorie der freien Versprosodie (free verse prosody). Das Projekt ‹Rhythmicalizer› will diese Theorie auf der Grundlage einer digitalen Musteranalyse überprüfen. Das Projekt wird von Informatikern und Literaturwissenschaftlern der FU Berlin, der Carnegie Mellon University in Pittsburgh in Zusammenarbeit mit dem weltweit bekannten Internetportal ‹lyrikline› durchgeführt. Ein hoch interessantes

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