Elegie

Die Elegie ist ein wandelnder Beweis der Wandelbarkeit poetischer Formen. Ursprünglich als Klage- oder Wehmutsgesang entstanden, jedoch nicht mit dem Zerreissen der Kleider und dem Streuen von Asche auf das Haupt in Verbindung zu bringen, wurde das meist in der Form des elegischen Distichons abgefasste Gedicht unter Ovids prägendem Einfluss zur stilvollen Beschwörung erotischer Sehnsucht und weltabgewandter Gedanken. Anders als die Ode wirkt diese Form über Goethe (Marienbader Elegie) und Hölderlin auch noch im 20. Jahrhundert stark nach, z.B. in Brechts ‹Bukower Elegien›.

Zurück zur Glossarübersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, um Funktionen für soziale Medien bereitzustellen und um unseren Datenverkehr zu analysieren. Wir teilen auch Informationen über Ihre Nutzung unserer Website mit unseren Partnern für soziale Medien, Werbung und Analysen. View more
Annehmen