Idee

Verbirgt sich wirklich nichts hinter den Dingen? Kauert kein anderes Wesen im Schatten der Metaphern? Gilt das Wort wirklich nicht für das Ding? Ist der Vers wirklich das Warnschild, für das wir ihn halten? Gibt es das Geheimnis, von dem uns Lyriker sprechen, dessen Anteil da draussen auf uns zu warten scheint? Verliert sich die Lust am Wort nicht in dem Wort von der Lust? Gebiert die Sprache nicht ihre eigenen Kinder zu ihrer eigenen Speisung? Lässt man sich auf die Lyrik ein, blickt man hinter einen Zustand oder Umstand, oder steht man schützend gar vor ihm? Weshalb ist die Stille so selten, obwohl sie lärmt in unseren Brüsten? Sind die Lyriker nicht alle Feiglinge, die sich mit ihren Faustkeil-Werkzeugen in ihre Gedichthöhlen retten vor dem Säbelzahntiger Materialität und dem Mammut (Mammon?) Rationalität?  OF

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